älter werden mit Laune
ConSens Die Seniorenmagazine der Landeshauptstädte Mainz und Wiesbaden
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Liebe Leserinnen, liebe Leser,
vor gut einem Jahr habe ich den Dezernatsbereich Soziales und Jugend zusätzlich zu meiner Tätigkeit als Finanzdezernent übernommen. Diese Veränderung hat für mich zu einem übervollen Terminkalender geführt, aber, und das ist für mich entscheidend, auch zu zahlreichen Begegnungen mit Leistungsträgern, Institutionen, Vereinen und Einzelpersonen, die sich in unserer Stadt sozial engagieren. Die Bandbreite dessen, was auf diesem Gebiet in Mainz geleistet wird - und vieles davon auch gerade von der älteren Generation - imponiert mir und ich empfinde hohe Anerkennung für diesen großen Einsatz.

Nicht selten bringt mich meine Doppelfunktion jedoch in einen regelrechten „Rollenkonflikt“, denn als Finanzdezernent einer hochverschuldeten Stadt ist es meine Aufgabe, für geordnete Finanzen zu sorgen und Ausgaben zu begrenzen. Und wenn es erst einmal ans Sparen geht, dann stehen auch immer wieder die sogenannten „freiwilligen Leistungen“ zur Diskussion, also solche Aufgaben, die nicht in der gesetzlich oder durch Auftrag vorgegebenen Erfüllungspflicht der Kommune liegen, sondern die sie freiwillig übernimmt, indem sie zum Beispiel soziale oder kulturelle Initiativen mit Zuschüssen fördert. Als Sozial- und Jugenddezernent sehe und erlebe ich sehr wohl, wie wichtig die finanzielle Förderung von Vereinen und Projekten mit sozialer Zielsetzung ist. Zudem beeindruckt mich immer wieder, wie gerade in diesem Bereich mit vergleichbar geringen Mitteln enorm viel bewegt wird. Dieser Zugewinn an Erfahrung, den ich in meiner Doppelrolle verzeichnen kann, lässt mich - gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Dezernat - immer wieder nach neuen Lösungen suchen, mit denen unser gut funktionierendes soziales Netz weiter erhalten werden kann. Immer mehr Aufgaben werden von Bund- und Länderebene auf die Kommune verlagert, doch erst auf kommunaler Ebene findet Sozialpolitik Auge in Auge mit den Betroffenen statt. Oft könnte mit einem kleinen Mehr an Mitteln viel mehr erreicht werden, nur, diese notwendige Unterstützung fehlt hier in der Kommune.

Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Start ins neue Jahr 2009!

Ihr

Kurt Merkator
Dezernent für Soziales, Jugend und Finanzen
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