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Neues Schilddrüsenzentrum am Katholischen Klinikum Mainz
von Sigrid Babst
Jeder dritte bis vierte Mensch in der Region leidet an einer Knoten-Bildung oder einer Vergrößerung der Schilddrüse. Weitere Erkrankungen sind bösartige und gutartige Tumore und verschiedene Entzündungen des Organs. Jod-Mangel oder erbliche Anlagen können zu einer Erkrankung der Schilddrüse führen.

Durch das zertifizierte Schilddrüsenzentrum am Katholischen Klinikum Mainz (KKM) mit der fächerübergreifenden Vernetzung aller Behandlungspartner ist ein wichtiges Netzwerk zur erfolgreichen Behandlung der Patienten entstanden. In einer gemeinsamen Schilddrüsen-Konferenz sitzen einmal pro Monat 10 bis 15 Vertreter der unterschiedlichen Disziplinen zusammen und besprechen besonders komplizierte Krankheitsfälle. Sie diagnostizieren und behandeln die Patienten nach einem einheitlichen Behandlungskonzept, das dem Patienten eine bestmögliche Behandlung garantieren soll. Neben dem Brustzentrum und dem Darmzentrum ist das Schilddrüsenzentrum das dritte zertifizierte Organzentrum am KKM, das sich interdisziplinär und einrichtungsübergreifend der Versorgung der Patienten widmet.

„An Diagnostik und Therapie von Schilddrüsen- Erkrankungen sind viele Disziplinen beteiligt wie etwa Nuklearmedizin, Chirurgie und Pathologie“, erläuterte Prof. Dr. Achim Heintz, der zusammen mit Prof. Dr. Michael Stahlschmidt das Zentrum organisatorisch leitet. „Die Zusammenarbeit dieser Disziplinen im Sinne der optimalen Versorgung der Patienten zu intensivieren, das ist unser Ziel“, so Stahlschmidt. Konkret heißt das: Für den Patienten sollen die Wege verkürzt, unnötige Doppeluntersuchungen sollen vermieden werden. Auf der Basis gemeinsamer Leitlinien gehen die Kooperationspartner, zu denen auch niedergelassene Ärzte gehören, nach einem einheitlichen Behandlungskonzept vor.

„Das Schilddrüsenzentrum ist ein weiterer Schritt in der Darstellung der Versorgungsschwerpunkte für die Menschen in Mainz“, betonte Dr. Hans-Jürgen Hennes, medizinischer Geschäftsführer des Caritas-Werks St. Martin. „Wir können uns damit von anderen Kliniken abheben“, meinte Ludger Meier, kaufmännischer Geschäftsführer des Caritas-Werks. Dass Schilddrüsenerkrankungen häufig vorkommen, bestätigte auch Prof. Dr. Christian Wüster von der Mainzer Praxis für Endokrinologie, einer der Kooperationspartner des Zentrums. Überoder Unterfunktion, zu große oder kleine Schilddrüsen sowie Tumore in dem Organ gehörten zum Krankheitsspektrum. Und deshalb sei das Versorgungspaket, bestehend aus einer rechtzeitigen Verdachtsdiagnose, einer kompetenten fachärztlichen diagnostischen Abklärung und einer individuell auf den jeweiligen Patienten zugeschnittenen Therapie in Form von medikamentösen, nuklearmedizinischen oder chirurgischen Maßnahmen ein Garant für die bestmögliche Versorgung des Patienten.
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