älter werden mit Laune
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Fit und aktiv mit Seniorentanz
Der Seniorentanz ist eine recht junge Disziplin. Der Bundesverband Seniorentanz wurde 1977 gegründet. Inzwischen treffen sich mehrere Hunderttausend Menschen regelmäßig in Tanzkreisen. In und um Wiesbaden gibt es seit über 30 Jahre Senioren-Tanzkreise. Alle zwei Jahre treffen sie sich zum Mitmachtanzfest 50plus in Delkenheim.

Die Tänze ermöglichen geselliges Tanzen für alle Damen und Herren, die aus dem Discoalter heraus sind, aber gerne wieder tanzen möchten. Seniorentanz beinhaltet Tanzen ohne festen Partner, ohne Leistungsdruck und Wettkampfcharakter. Im Vordergrund stehen die eigene Freude, die Stärkung der körperlichen und geistigen Fitness sowie die Eingebundenheit in die Tanzgruppe. „Tanzen in der Gruppe holt sofort alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Isolation, bringt sie ins Gespräch und schafft Spaß und Freude mit nachhaltigem Effekt”, schildert Inge Penschow die positiven sozialen Aspekte. Sie ist Leiterin des Arbeitskreises Wiesbaden vom Bundesverband Seniorentanz.

Getanzt werden Tänze aus aller Welt. Daher gehören Mixer, Kreistänze und Rounds ebenso zum Programm wie Kontratänze, Squares und israelische Kolos. Partnerwechsel sind häufiger Bestandteil der ausgewählten Tänze. Der Schwierigkeitsgrad richtet sich nach dem Leistungsvermögen der Gruppe. Aufgrund der Vielfältigkeit fühlen sich auch immer mehr jüngere Menschen von diesem Angebot angezogen.

Wenn in den Tanzkreisen die Teilnehmer gefragt werden, was für sie Seniorentanz bedeutet, kommen Antworten wie „ansteckende Lebensfreude”, „der wöchentliche Energieschub”, „gibt ein Stück Lebenskraft”, „man kann sofort mitmachen” oder „ist eine Lust und hilft gegen Zipperlein und Frust”, erläutert Penschow. „An diesen Aussagen erkennt man, dass Seniorentanz zur Lebensfreude und Gesunderhaltung beiträgt”, zieht sie ein positives Fazit. Wer in die Gesichter der fast ausschließlich tanzenden Seniorinnen sieht - nur wenige Männer sind in das Bürgerhaus Delkenheim gekommen - merkt schnell, dass Penschow mit ihren Aussagen nicht übertrieben hat. In drei großen Kreisen dirigiert sie von der Bühne aus die Tänzerinnen, sagt die verschiedenen Bewegungsmuster an und wird dabei von ihrem Mann Dieter unterstützt, der als Discjockey die passende Musik auflegt.

Vor dem Start ins Tanzvergnügen hatte Stadträtin Helga Skolik die Gäste begrüßt, neben den Wiesbadener Tänzern und Tänzerinnen die Tanzkreise aus Bensheim, Offenbach, Frankfurt, Flörsheim, Bad Camberg, Holzhausen, Niedernhausen und Bad Schwalbach. Sie überbrachte die Grüße des Oberbürgermeisters und begab sich sogleich begeistert mit auf die Tanzfläche. Tanzen ist gut für die geistige und körperliche Fitness, macht aber auch Appetit auf eine kleine Stärkung zwischendurch. Mit Kuchen, Kaffee und erfrischenden Getränken wurden die Tänzerinnen und Tänzer auch in diesem Jahr wieder vom SPD-Ortsverein Delkenheim bewirtet. Für Ortsvorsteherin Regina Maaß war es das letzte Tanzfest in ihrer Funktion als Ortsvorsteherin. „Ich darf sie heute zum letzten Mal begrüßen. Ich danke den Organisatoren und allen, die Kaffee und Kuchen besorgt haben. Das Bürgerhaus steht ihnen auch in Zukunft zur Verfügung.”

Und Inge Penschow wies darauf hin, dass der Bundesverband Seniorentanz auch Tanzleiterinnen ausbildet. „Ich würde mich freuen, wenn jemand Interesse hat, dieses wunderbare Hobby an andere weiter zu vermitteln”, warb sie. Wer Seniorentanz einmal kennenlernen möchte, muss nicht bis zum nächsten Tanzfest in zwei Jahren warten, sondern kann unter der Telefonnummer 0611/567979 Kontakt zum Arbeitskreis Wiesbaden aufnehmen. Eine gute Gelegenheit, Seniorentanz einmal live zu erleben, bietet sich aber auch beim Wiesbadener Tanzfest „Wiesbaden tanzt” im September. Der Arbeitskreis veranstaltet im Rahmen dieser Veranstaltung am 16. September von 14.30 Uhr bis 17.00 Uhr einen SeniorentanzNachmittag im Roncalli-Haus. Noch ungezwungener geht es am Samstag, dem 17. September, auf dem Schlossplatz vor dem Rathaus zu. Dort kann beim „Tanzen im Freien” einfach jeder mitmachen.



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